Der 3. Brief

Hi Ester

Vielen Dank für den informativen und ausführlichen Brief. Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass Du mitdenkst und selbst bereits aktiv geworden bist, um die Öffentlichkeit über die anstehenden, grossen Veränderungen zu informieren.

Heute möchte ich noch einen anderen, wichtigen Aspekt unseres Lebens in die Diskussion einbringen.

Es fiel mir auf, dass die Wissenschaft mit aller Macht versucht, alles Geschehen auf diese, unsere Lebensebene und eben nur auf diese, zu beschränken. Das ist erschreckend. Denn die Wissenschaft lässt damit den ganzen Bereich des ‚da drüben‘ einfach weg. Ja der existiert für sie einfach nicht.

Meine ganz persönlich Meinung dazu: Es geht nicht. Man kann das ‚da drüben‘ nicht einfach weglassen. Denn so wird ein Teil, die sogenannte ‚Ecke des Feldes‘, immer fehlen.

Lass mich deshalb noch etwas näher auf das ‚da drüben‘ eingehen.

Ich schreibe hier nicht über Religion (Religion bedeutet: „Die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften“), sondern wirklich über das ‚da drüben‘. Für mich besteht der Mensch aus dem, was von hier ist und dem, was von ‚da drüben‘ kommt. Der Mensch besteht also aus Körper = von hier und Seele = von dort. Der Geist ist der Vermittler, der Nachrichtenbringer, der ‚In-between‘. So lange man die Verbindung nicht kappt (der silberne Faden), ist dies genau so. Da wir jedoch absolut frei sind hier, damit eine Entscheidung überhaupt möglich wird, kann man die Beziehung kappen. So schlimm dies dann auch ist für die betreffende Person.

Das Problem heute mit Begriffen wie Paradies, Schöpfung, G-tt und anderem ist, dass versucht wird, alle ‚Geschichten‘ auf unsere irdische Ebene zu holen. So wie z.B.: Das waren alles Hirten und Jäger, oder alle biblischen Feiertage haben etwas mit der Landwirtschaft zu tun, oder der Tempel in Jerusalem war mehr ein Schlachthof und Grillplatz als ein Tempel der Anbetung – etc. etc. Leider alles nachzulesen in Yuval Hararis neuem Buch ‚Homo Deus‘. Soweit ist es mit der Wissenschaft gekommen.

Das sind ganz schlimme und zerstörerische Ansichten, welche auf einem völlig falschen Verständnis beruhen, was die ersten fünf Bücher der Bibel uns sagen und woher diese Bücher kommen. Man kann sie eigentlich nur falsch verstehen, wenn man eben versucht, sie auf das hier unseres irdischen Daseins anzuwenden, im wörtlichen Sinne. Oder sie als archäologische ‚Wegweiser‘ nutzt. Es wird halt dann nie ganz aufgehen. Es bleibt immer der Rest, der dann nicht genau stimmt.

Dies sollte einem auffallen und zu denken geben, warum das so ist. Könnte es also sein, dass uns diese ‚Geschichten‘ etwas ganz anderes, als das Offensichtliche, mitteilen wollen? Vielleicht etwas, was uns für dieses Dasein hier Hilfe bietet? Könnte es sein, dass trotz aller gegenteiligen Meinungen, dieses Dasein hier seinen ganz eigenen und speziellen Sinn hat?

Lass uns etwas darüber nachdenken. Ich freue mich auf Deinen nächsten Brief und bin gespannt, was Du schreiben wirst.

Herzlichst

Martin

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